Unsere Geschichte
Seit Oktober 2024 ist der Dorfkrug wieder offen, von Grund auf saniert. Das Haus dahinter ist viel älter als der See vor seiner Tür.


Die Gasthaus-Geschichte in Großkoschen reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück. Am Anfang stand ein einfacher Flachbau am Dorfanger, bekannt als „Kläuschens Gasthof“.
Um 1910 wurde das Haus aufgestockt und erweitert. Es bekam eine neue Fassade mit großem Giebel und einem Balkon über der Toreinfahrt. Seitdem gilt 1911 als Baujahr, und der Gasthof hieß nun „Zum Krug“.
Eine Bauzeichnung von 1922 zeigt, was das Haus damals schon war: Gasthaus mit drei Gastzimmern, einem Tanzsaal mit Musikpodium und fünf Fremdenzimmern unter dem Dach.
Fastnacht, Tanz, Weihnachtsfeiern, Karneval: Der Saal war über Generationen der Ort, an dem Großkoschen zusammenkam. Bis etwa 1970 gab es im Haus auch ein Kino.
In den 1970er Jahren wurde aus dem Gasthof die Konsumgaststätte „Zum Dorfkrug“. Im Saal fanden internationale Radballturniere statt, es gab Konzerte und Jugenddisko, und zweimal standen die Puhdys auf der Bühne.
1973 kam der See dazu: Aus dem ausgekohlten Tagebau Niemtsch war der Senftenberger See geworden, und am Großkoschener Strand begann der Badebetrieb.
2020 bekam das Haus neue Eigentümer, die es nicht aufgeben wollten. Sie ließen es denkmalgerecht sanieren, vom Dachstuhl bis zum Parkett.
Davor hatte der Krug lange stillgestanden. 1995 schloss die Gaststätte, bis 1996 spielte im Saal noch der Radballverein, dann blieben die Türen zu.
Beim Sanieren kam über der Bühne das alte Ortswappen von Großkoschen wieder zum Vorschein. Seit Oktober 2024 wird im Saal wieder gefeiert, und in den Gasträumen wird wieder gekocht.
Auf einen Blick


Historische Fotos und Chronik: Sammlung Hans-Jürgen Lucas, Ortschronist von Großkoschen.